21.04.17

Kinokritik: The Founder (USA 2016) – Einmal Big Mac ohne Moral

Jemand hier, der McDonald's nicht kennt? Falls ja, wird sich das mit diesem Film ändern.
Allen anderen bietet sich hier ein durchaus unterhaltsamer Abriss darüber, wie aus einer winzigen Burgerbratbude am Rande der Wüste das größte Fast-Food-Imperium der Welt wurde.
Das ist interessant erzählt und herausragend gespielt, filmisch jedoch etwas trocken und moralisch nicht sehr appetitlich im Abgang.
© Splendid / Tobis

20.04.17

Porträt: Helmut Käutner – Auf der Suche nach dem Guten im Menschen

„So ist das Werk Helmut Käutners von Diskontinuität geprägt. Er wechselte die Genres wie manche ihre Kleider wechseln, und er konnte es natürlich nie allen recht machen. So gibt es denn von Helmut Käutner am Ende elf Melodramen, zehn Komödien, sechs Zeitfilme, fünf Literaturverfilmungen, zwei Satiren und ein Biopic (LUDWIG II.). Aber gibt es einen Stil, der diese Genres verbindet? Das ist unter Filmhistorikern strittig.“
- Auszug aus der Rede im Zeughauskino zum 100. Geburtstag Helmut Käutners
Quelle: DVD "Derrick Collector's Box Vol. 1", Folge 6: "Nur Aufregungen für Rohn" © Universal

08.03.17

Kinokritik: Moonlight (USA 2016) – Entscheide, wer du sein willst

Drei Stationen eines ganz normalen Lebens – doch so zauberhaft erzählt, dass es einem fast wie ein Märchen erscheint.
Und das nicht von ungefähr. Denn MOONLIGHT berichtet aus einem Milieu, dessen Bewohner im Grunde keine Chancen erhalten; deren Leben vorherbestimmt sind – und erinnert uns gleichzeitig daran, dass wir selbst es in der Hand haben, wer oder was wir sein wollen. 
Warum das kleine, wunderbar unaufgeregte Drama tatsächlich einer der besten Filme des Jahres ist, und wieso er es dennoch so schwer haben wird, erklären wir euch in unserer Filmkritik.
© DCM

07.03.17

Train to Busan (KR 2016) – Siegeszug des Humanismus

„Ich habe mir diesen Film nicht ausgesucht, um mein Image anzupassen oder um eine neue Seite an mir zu zeigen. Stattdessen entschied ich mich dafür, weil es der erste Zombie-Blockbuster in Korea ist, und ich denke, es ist bedeutsam, neue Dinge im Kino auszuprobieren.”
- Yoo Gong
© Splendid Film/WVG

01.03.17

Kinokritik: Logan (USA 2017) – Schmerzvolles Ende einer Ära

Es ist ein Abschied in Blut und Schmerz.
Vor siebzehn Jahren ebneten Patrick Stewart als Professor Charles Xavier und Hugh Jackman als Wolverine in Bryan Singers bahnbrechendem X-MEN dem Superheldenkino den Weg. Jetzt verabschieden sich beide Urgesteine von ihren ikonischen Rollen. Und das in dem vielleicht bisher besten Film, der auf Grundlage der Marvel Comics bisher ins Kino kam. LOGAN ist düster, poetisch, blutig, und ganz und gar hemmungslos wehmütig.
Ein schmerzhafter Abschied für die Fans. Und endlich, im dritten Anlauf, ein Wolverine Stand-Alone-Film, der uneingeschränkt zu empfehlen ist.
© Twentieth Century Fox of Germany GmbH