10.10.17

Kinokritik: Blade Runner 2049 (USA 2017) - Post-dystopisches Feuerwerk mit Makeln

BLADE RUNNER 2049 gehört zu den sehnlichst erwarteten Fortsetzungen der Kinogeschichte – und gleichzeitig zu den gefürchtetsten. Kann man einen Kultklassiker wie BLADE RUNNER – oft als einer der besten Sci-Fi-Filme aller Zeiten gelobt – überhaupt fortsetzen?
Ja, man kann. Und das Ergebnis ist ein Highlight, wenn auch kein problemfreies.
BLADE RUNNER 2049 spaltet das Publikum. Für die einen ein Meisterwerk, für die anderen ein aufgeblasenes, beinahe drei Stunden dahinsiechendes Stück Kunstkino. Während die Kritiker im siebten Himmel schwelgen, bleiben die Zuschauer aus.
Dabei trifft für BLADE RUNNR 2049 beides zu. Der Film ist ein wunderschönes Stück Kinokunst und eine geglückte Weiterführung der Welt von BLADE RUNNER, dem jedoch die inhaltliche Tiefe seines Vorgängers fehlt und dem es nicht gelingt, seine lange Laufzeit zu rechtfertigen.
© Sony Pictures Releasing GmbH

22.09.17

Kinokritik: Es (USA 2017) – Reise durch Pennywises Welt

ES - die Geschichte um den Clown Pennywise und den Loser's Club, ist einer der populärsten Romane von Stephen King. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an die Kinofassung, zumal die Originalverfilmung fürs Fernsehen Kultstatus genießt. Doch keine Sorge: Die Begeisterung, der Hype und der immense Erfolg in den USA sind berechtigt. Denn mit ES startet ein echter Horror- und Abenteuerkracher im Kino, der einen das Fürchten lehrt. Aber auch mit den besten Freunden der Welt aufwartet. Also - fliegt ins Kino!
© Warner Bros. Entertainment

20.09.17

"Kino"kritik: Schneeflöckchen (D 2017) – Von Engeln, Zahnärzten und Kettensägen

SCHNEEFLÖCKCHEN ist vermutlich der beste deutsche Film des Jahres, und ihr werdet ihn mit einiger Wahrscheinlichkeit niemals im Kino sehen. Und warum? Weil deutsche Genrefilme im deutschen Kino keine Chance haben. Ein Jammer – den das Publikum sich selbst einbrockt. Denn besser als hier kann es eigentlich nicht mehr werden!
© Capelight Pictures

14.09.17

Stephen Kings Es (USA 1990) – Der Tag, an dem der Clown sein Lächeln verlor

“Ich verkörpere jeden Alptraum, den du je hattest. Ich bin der schlimmste Traum, der wahr geworden ist. Ich bin all das, wovor du dich je gefürchtet hast.”
– Pennywise, der tanzende Clown
© Warner Home Video

23.07.17

Retrospektive: Als der Weltkrieg Kasse machte - Die Ära der Kriegsepen im Kino

Über vierzig Jahre ist es her, dass Jahr um Jahr vor allem ein Thema das Publikum in Scharen in die Kinos zieht: Die großen, epischen Schlachten des Zweiten Weltkriegs. Ardennenoffensive, „Operation Market Garden, Dünkirchen, Luftschlacht über England; überall stehen Brücken die erobert oder zerstört, gebaut oder verteidigt werden wollen, Helden im Siegestaumel und am Rande der Niederlage, Gefangenenlager, Attentate, Intrigen und jede Menge Tod.
Kein Star jener Zeit kann sich dem Phänomen entziehen, viele von ihnen spielen nicht nur in einem großen Weltkriegsfilm mit, sondern in mehreren – der Bedarf an Topstars ist sonst kaum noch zu decken.
Und was häufig in Vergessenheit gerät: Nicht wenige der Filme gehen durchaus kritisch mit dem Selbstbild der Aliierten um, und bemühen sich, statt stumpf-böse Nazis zum Kanonenfutter zu verarbeiten, wenigstens ansatzweise objektiv die Perspektive der Deutschen einzubeziehen.
Wir blicken zurück auf eine Ära des Kinos, die eine menschliche Tragödie ungeahnten Ausmaßes finanziell, wie auch philosophisch verarbeitet ...
Quelle: Blu Ray „Die Brücke von Arnheim“ © Twentieth Century Fox