22.05.16

Zwischenschau: Geliebte Klassiker und der 2. Cinefonie-Tag – Herzgespräch über die Faszination alter Filme

Remakes, so scheint es, beherrschen das Kino unserer Zeit wie kaum ein anderer Trend, und kaum einem Filmfreund gefällt dieser Trend.
Und doch wundert man sich: Sind Remakes nicht vielleicht ein wirksames Mittel, die Aufmerksamkeit wieder auf oft vergessene Filmperlen zu lenken, die tief in der Filmgeschichte schlummern und nur darauf warten, (wieder)entdeckt zu werden?
Wir haben uns gefragt, welchen Wert alte Filme heute noch haben, und wir haben uns fachkundige Unterstützung ins Haus geholt. Jörg Mathieu, Herausgeber und Chefredakteur von 35 MILLIMETER – DAS RETRO FILMMAGAZIN und seit neuestem auch Veranstalter des Filmfestivals CINEFONIE-TAG, steht uns Rede und Antwort über Sinn und Wert des alten Kinos.
Asta Nielsen in "Dirnentragödie" von 1927. Nutzung: Rechtefrei. Leider aktuell nicht auf Heimvideo verfügbar

16.05.16

Silkwood (USA 1983) - Das Drama einer verstrahlten Epoche

Erneut nehmen wir mit großer Freude an der Aktion „Ein Film, viele Blogger“ teil, die unsere sehr geschätzten Kollegen vom Blog Schöner Denken ins Leben gerufen haben. Das Thema diesmal lautet „Starke Frauen“, und mit dem zweiten Beitrag, SILKWOOD, haben die Jungs sich einen echten Klassiker ausgesucht.

Wer seine Kindheit, wie wir, im Deutschland der Achtziger verbracht hat, für den waren Begriffe wie „Atomarer Krieg“, „Fallout“ oder „Verstrahlung“ ein alles durchdringender Alltagshorror, der jede heute aktuelle islamistische Terrorgefahr weit in den Schatten stellt.
Grund dafür waren Film wie SILKWOOD, den wir in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts, kurz nach Tschernobyl, erstmals im Fernsehen gesehen haben – und der uns eine Heidenangst gemacht hat.
Erst heute wird uns klar, dass sich hinter dem recht gemütlichen Tempo und den harschen Bildern von Stahlbürsten und wunder Haut ein grandioses Melodram über eine zerrissene Frau und ein Amerika verbirgt, das gerade seine Unschuld verliert.
© Euro Video

06.05.16

Wer die Nachtigall stört (USA 1962) – Dreieinhalb Stufen von Moral und Humanismus

WER DIE NACHTIGALL STÖRT gilt als einer der wichtigsten Filme aller Zeiten – einfühlsam, sensibel, berührend. Ein Film, der von Integrität erzählt. Von Freundschaft, Menschlichkeit, und von Gerechtigkeit. Für seinen Star Gregory Peck wird der Kleinstadtanwalt Atticus Finch, der den Staffelstab des Humanismus an seine Kinder weiterreicht, zur Rolle seines Lebens.
Doch wo so viel Nächstenliebe ist, da ist der Hass nicht weit ...
© Universal Pictures Germany GmbH

01.05.16

Das Dschungelbuch (USA 1967) - Disneys letztes Meisterwerk

1967 erscheint mit DAS DSCHUNGELBUCH einer der bemerkenswertesten Filme von Walt Disney. Nicht nur wird es der letzte Film, den Disney vor seinem Tode persönlich anleitet, sondern auch ein Film, der für ordentlich Zoff in der Oscar-Academy sorgt und auch hinter den Kulissen mächtig Zündstoff bietet – und von dem schließlich das Schicksal des ganzen Studios abhängt.
Vor allem wird DAS DSCHUNGELBUCH ein unsterblicher Klassiker, der ganzen Generationen deutscher Kinder klar macht: Wenn alles hoffnungslos erscheint, dann probier's mal mit Gemütlichkeit.
© Walt Disney Home Entertainment
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